Flinderer was ist das?

Woher kommt der Begriff “flindern”?

Das Wort Flinder ist aus neueren deutschen Lexika meist verschwunden.
Im Mittelhochdeutschen finden wir “flinderlin” mit der neuhochdeutschen Bedeutung Flinder und Flitter, die u. a. auftaucht als Bezeichnung für die kleinen blinkenden Blechmünzen, die im 16. Jahrhundert Bestandteil von Frauentrachten waren. Der Flinder glänzt, blinkt und flittert.

  

Die Übertragung des Begriffs auf blinkende und dann auch flatternde Bänder und Streifen im Kranz oder Busch, der als Bier- oder Weinzeichen ausgehängt war, ist nahe liegend. Glanz- und Bewegungseffekte sollen auf den Ausschank hinweisen. Aus dem Zierrat der Ankündigung wurde bei uns die Bezeichnung für das Bier und die Veranstaltung.

 Typisch für den Flinderer:

Typisch für die “Flindererzeit” ist das süffige Flindererbier, von den Pegnitzer Brauereien extra für diese Zeit eingebraut, und eine deftige, fränkische Brotzeit. Es wird abwechselnd wöchentlich in verschiedenen Pegnitzer Gaststätten geflindert.

Meistens gibt es schon ab Vormittag zum Flinderer-Bier die typischen “Hausmacher-Brotzeiten” wie Bratwürste, gebraten oder sauer, Blut- und Leberwürste, roten und weißen Presssack, Tellersülze, “Schipf” (eine in manchen fränkischen Regionen gebräuchliche Bezeichnung für Kesselfleisch), “Rippla”, Krenfleisch und Schweinebraten mit Klößen. Dazu wird Sauerkraut, ein unverzichtbarer Bestandteil fränkischer Küche, serviert.

Autor: admin
Datum: Mittwoch, 9. April 2008 13:27
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